Rauriser Literaturpreis 2026
Sophie Hunger

Den Rauriser Literaturpreis 2026 (vergeben vom Land Salzburg, dotiert mit EUR 10.000,-) erhält Sophie Hunger für ihren Roman „Walzer für Niemand“ (Kiepenheuer & Witsch, 2025).

Das Prosadebüt der international erfolgreichen Schweizer Singer-Songwriterin (z.B. „Monday’s Ghost“, 2008; „Supermoon“, 2015; „Halluzinationen“, 2020) bezieht nach Meinung der Jury (Christa Gürtler, Bettina Hering und Rainer Moritz) „seine besondere Sogkraft aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Ausdrucksformen“. Mit ihrem Text, der sich „entlang der Coming-of-Age-Geschichte einer symbiotischen Freundschaftsbeziehung“ entwickle und dabei „eine dichte atmosphärische Spannung“ entfache, sei der Autorin ein Werk gelungen „das sich mit tiefer Empathie und gleichzeitig formaler Klarheit gängigen Erzählmustern entzieht und gerade darin überzeugt“.

Sophie Hunger

Geboren 1983 in Bern. Sie studierte Anglistik und Germanistik in Zürich, Konstanz und Bern. Lebt als Musikerin, Sängerin, Singer-Songwriterin und Autorin in Berlin. Sie debütierte 2008 mit ihrem Album „Monday’s Ghost“ (Universal Jazz France) und spielte 2010 als erste Schweizer Künstlerin beim Glastonbury Festival. In Deutschland erhielt sie 2015 den LEA für die beste Live-Tournee und 2019 den Preis für Popkultur. In Frankreich erhielt sie 2017 den Prix Lumières für ihre Filmmusik des Oscarnominierten Films „Ma Vie de Courgette“. Inzwischen hat Hunger mehrere erfolgreiche Musikalben veröffentlicht, z.B. „Supermoon“ (2015) und „Halluzinationen“ (2020). „Walzer für Niemand“ ist ihr erster Roman. Sein Titel basiert auf einem Lied aus Hungers Debütalbum „Monday’s Ghost“.

Foto: Marikel Lahana