PHILIPP WEISS

Philipp Weiss










Geboren 1982 in Wien, Studium der Germanistik und Philosophie in Wien, Magisterarbeit über Peter Handkes Erzählung Wunschloses Unglück. Er lebt und arbeitet als Prosaautor und Dramatiker in Wien.

Für seine Arbeiten erhielt Weiss bereits zahlreiche Auszeichnungen und Förderungen, u.a. das Hermann-Lenz-Stipendium (2006), das Österreichische Staatsstipendium für Literatur (2008), zwei Österreichische Dramatikerstipendien (2011 und 2012), den Theodor-Körner-Preis (2013), das Jubiläumsfonds-Stipendium der Literar-Mechana (2018) sowie für Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen den Klaus-Michael-Kühne-Preis und den Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung (beide 2018); der Roman stand im November und Dezember 2018 auf Platz eins der ORF-Bestenliste. 2009 nahm Philipp Weiss mit dem Text „Blätterliebe“ an den Lesungen um den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt teil und sorgte mit seiner Performance für Aufsehen. 2008 erschien sein Theaterstück Egon im Passagen Verlag; 2013/2014 war Weiss Hausautor am Wiener Schauspielhaus.

Jurybegründung (Meike Feßmann, Klaus Kastberger, Esther Schneider):
„Der Rauriser Literaturpreis 2019 geht an den österreichischen Autor Philipp Weiss. Mit seinem mehr als eintausend Seiten umfassenden Werk Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen legt er ein ganz außergewöhnliches Debüt in fünf Einzelbänden vor. Ihm gelingt es, die in diesen Bänden entworfenen AutorInnenfiktionen in einer staunenswerten stilistischen Breite zu literarischem Leben zu erwecken. Philipp Weiss handhabt Gattungsformate wie Journal, Cahier, Enzyklopädie, Protokoll und Comic in einer unbekümmert-meisterhaften Weise. Sein Werk schreibt die Geschichte der Empfindsamkeit fort, ohne selbst in einen historisierenden Ton zu verfallen. Damit wird Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen zu einem gewichtigen Statement aktueller Literatur. Die Ausstattung des im Suhrkamp Verlag erschienenen Werkes unterstreicht das hohe Niveau.“