OLGA GRJASNOWA

Olga Grjasnowa - © Rene Fietzek
Olga Grjasnowa, geb. 1984 in Baku, Aserbaidschan, kam mit elf Jahren nach Deutschland, lebt in Berlin. Mit dem kosmopolitischen Setting und dem unbefangenen Ton ihres erfolgreichen Debüts „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ (2012) traf sie den Nerv der Zeit. Ihr neuer Roman „Die juristische Unschärfe einer Ehe“ (2014) erzählt von einer Generation, die überall und nirgends heimisch ist, und von einer komplizierten Dreiecksgeschichte in Berlin.




Olga Grjasnowa: Die juristische Unschärfe einer Ehe. München: Hanser 2014.

„Grjasnowa erzählt diesen Versuch einer Liebe jenseits von Sexualität und Geschlechtergrenzen mit Bedacht. Ihr Stil ist das Gegenteil zum Überschwang [...]. Die stark verdichteten, berührenden Sätze sind nah an den Figuren. Dass Grjasnowa ihren verwirrenden Liebesreigen nicht entwirrt, ist kein Makel, sondern folgerichtig bei einer solch ungewöhnlichen Liebe.“ (Moritz Scheper, Die Zeit)

„Dass Olga Grjasnowa mit der Exotik ihrer Schauplätze, der Extravaganz ihrer Milieus und dem Versprechen jugendlicher Authentizität ein Lesebedürfnis in deutschen Landen befriedigt, muss man ihr nicht zum Vorwurf machen: Offenkundig erzählt sie von Sachen, Ländern und Menschen, die sie gut kennt. Und sie tut es prägnant, sinnlich-anschaulich und mit Verve. Der Reigen fügt sich wie von selbst zum Generationenporträt, zu einer Vignette über die Liebe in den Zeiten der Cholera – die heute nicht mehr Aids heißt, sondern Egozentrik.“
(Daniela Strigl, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

In Zusammenarbeit mit dem Literaturforum Leselampe
Moderation: Christa Gürtler