KATHERINA BRASCHEL

Katherina Braschel










Geboren 1992 in Salzburg, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien, literarische Publikationen u.a. in den Zeitschriften &radieschen, Mosaik und erostepost sowie in der Anthologie zum „Wortlaut“-Kurzgeschichtenwettbewerb des Radiosenders FM4 (2018).

Sie wurde mit einem Arbeitsstipendium des Landes Salzburg (2017), mit dem Sonderpreis für Lyrik im Rahmen des erostepost-Literaturpreises (2018) ausgezeichnet und war Gewinnerin des Literaturwettbewerbs „Wir lesen uns die Münder wund“ (2018). Braschel hat an zahlreichen künstlerischen Initiativen mitgewirkt, war 2012–2017 Mitglied des feministischen Theaterkollektivs „HIRA*“ und ist seit 2015 Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift &radieschen, zudem seit 2016 Mitglied der Österreichischen DialektautorInnen und -archive (ÖDA).

Jurybegründung (Joe Rabl, Susanne Schaber, Magdalena Stieb):
„Katherina Braschel findet in ihrem Text Das gute Bild einen Ton, der dem reduzierten Plot ihrer Geschichte entspricht, und bringt auf diese Weise ihr Anliegen souverän auf den Punkt: das, was unter der Oberfläche unseres Zusammenlebens schwelt, gefährliche Verschiebungen im Alltag angesichts einer vermeintlichen Bedrohung der privaten Sicherheit und Ordnung also, sichtbar zu machen. … Ein Wohnhaus als Abbild gesellschaftlicher Dynamiken, die sich hinter dem ‚guten Bild‘ verbergen, hat Katherina Braschel zum überzeugend ausgestalteten Programm ihres Textes gemacht. Die Autorin führt so auf beklemmende Weise vor, was sich hinter dem Schein der Wohlanständigkeit verbirgt, und hat damit ein leichthändig gestaltetes, atmosphärisch dichtes Stück Literatur mit Widerhaken geschaffen.“