JOSEF HASLINGER

Josef Haslinger - © Jürgen Bauer
Josef Haslinger, geb. 1955 in Zwettl (NÖ), schreibt Erzählungen, Romane und Essays, z.B. „Politik der Gefühle“ (1987), „Opernball“ (1995), „Das Vaterspiel“ (2000), „Jáchymov“ (2011). Literatur als Medium kritischer Gesellschaftsanalyse bildet den Schwerpunkt seiner Arbeit, in der er sich unter anderem mit Terrorismus, Nationalsozialismus und dem tschechischen Gulag auseinandersetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch in seiner gesellschaftlichen und politischen Verfasstheit.



„Ohne Umschweife sei gesagt, Josef Haslingers Roman ‚Jáchymov‘ gehört zu den bedrückendsten und gleichzeitig besten Büchern, die ich seit langer Zeit gelesen habe. Überhaupt zählt Haslinger mit ‚Opernball‘ und ‚Vaterspiel‘ zu den großen österreichischen Erzählern.“ (Janko Ferk, www.literaturhaus.at)

„Vor allem aber gelingt es Haslinger, Sportgeschichte als Weltgeschichte zu inszenieren und zugleich die individuellen Auswirkungen der totalitären Machtwillkür aufzuzeigen. Man muss sich nicht ansatzweise für Eishockey interessieren, um umgehend in den Roman hineingezogen zu werden. Denn das Buch zeigt nicht, wie der Sport funktioniert, sondern wie der Sport im Dienst des Politischen funktionalisiert wird.“ (Christoph Schröder zu Jáchymov, Der Spiegel)

„Josef Haslinger findet den rechten Ton. Sein Roman ‚Jáchymov‘ ist kein schwermütiges Requiem, sondern ein lebendiges Stück Geschichte. Man hört zu, ist gefangen und trägt sie dann weiter.“ (Susanne Schaber zu Jáchymov, ORF)