JAROSLAV RUDIŠ

Jaroslav Rudiš - © Jan Rasch
Jaroslav Rudiš, geb. 1972 in Turnov/Tschechien, lebt in Tschechien und Deutschland. Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramatiker, Schöpfer der Comic-Figur Alois Nebel und Mitglied der „Kafka Band“. Sein Roman „Vom Ende des Punks in Helsinki“ (2014) ist die mal melancholische, mal komische Geschichte von Ole, 40, früher Punk, jetzt Betreiber der Bar „Helsinki“. Als sie geschlossen wird, reist er nach Tschechien – an den dunkelsten Punkt seiner Vergangenheit.




Jaroslav Rudiš: Vom Ende des Punks in Helsinki. Aus dem Tschechischen von Eva Profousová.
München: Luchterhand 2014.


„Der kalte Spott und die gleichzeitig geradezu liebevolle Präzision, mit der dieser deutsch-tschechische Roman geschrieben ist, macht indessen die Angst vor dem historischen Vergessen beinahe obsolet. Zumindest in diesem Buch und bei Jaroslav Rudis. Denn solange goldschnittfreie Geschichten wie jene von Ole, Frank und Nancy erzählten werden, ist es wohl um das Gedächtnis des Kontinents besser bestellt als befürchtet.“
(Marko Martin, Neue Zürcher Zeitung)

„Dreh- und Angelpunkt dieses von Sprachwitz und Alltagskomik durchdrungenen Romans ist das Jahr 1987, als Die Toten Hosen in Pilsen ein berühmt-berüchtigtes Konzert mit allerlei Exzessen und viel Protestenergie gegen die sowjetische Vormachtstellung zum Besten geben. [...] Die Schatten der Geschichte sind beharrlich. Auch wenn Rudiš seinen Roman immer wieder im Ton einer leichtfüßigen Groteske daherkommen lässt, so vermischt sich das Rumoren der Bagger, die Tag für Tag die Altlasten aufwühlen, doch unüberhörbar mit dem allgegenwärtigen Schmerz von Ole [...].“ (Björn Hayer, Die Zeit)

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Salzburg
Moderation: Tomas Friedmann