GUNTRAM VESPER

Guntram Vesper - © Volker Poland c o Schöffling & Co.
Guntram Vesper, geb. 1941 in Frohburg; schreibt Gedichte, Erzählungen, Hörspiele, Essays, zuletzt „Weg ins Leben“ (2015). Die sächsische Kleinstadt, die er 16-jährig verlassen musste, gibt seinem Roman „Frohburg“ (2016) den Titel. Großangelegte autobiografische Erzählung, Selbstvergewisserung durch Erinnerungsarbeit: Vespers Roman fasst die (deutsche) Geschichte im Brennspiegel seiner Kindheitslandschaft – ein Geschichtspanorama von außergewöhnlicher Unmittelbarkeit.




„Guntram Vesper erzählt in Gedichten. In fest umrissenen Bildern, manchmal kurz, manchmal lang beleuchtet, holt er Bruchstücke aus seiner Erinnerung hervor und setzt sie zu kleinen Ganzheiten zusammen: Es sind Episoden der Wahrnehmung, in denen er sich seines frühen Lebens vergewissert, Kinderglück, Erwachsenengreuel, die Ratten aus den Abfallgruben, die Sommergesellschaft am Kaffeetisch und was alles daraus geworden ist oder hätte werden können.“ (Ludwig Harig, Die Zeit)

„Guntram Vesper porträtiert die menschliche Gesellschaft, in dem er protokollarisch festhält, wer wie über wen spricht, tratscht oder lästert. Der Autor hat nicht nur einen spannenden Hörspielkrimi vorgelegt, sondern auch eine Studie über die Gewalt und Gewalttätigkeit des gesellschaftlichen Diskurses.“ (Claude Pierre Salmony zu dem Hörspiel Verdacht. Stimmen aus einer Landstadt. SRF)