ESTHER KINSKY

Esther Kinsky - © Tobias Bohm
Esther Kinsky, geb. 1956 in Engelskirchen, lebt in Berlin und Battonya/Ungarn; übersetzt aus dem Polnischen, Russischen und Englischen (Joanna Bator, Olga Tokarczuk und Henry David Thoreau). Autorin von Kinderbüchern, Gedichten („Naturschutzgebiet“, 2013), Romanen („Banatsko“, 2011) und Essays („Fremdsprechen. Gedanken zum Übersetzen“, 2013). „Am Fluß“ (2014) ist die kunstvolle Annäherung an die Gegend um den River Lea im Osten Londons.




Esther Kinsky: Am Fluß. Berlin: Matthes & Seitz 2014.

„Die Schönheit, die aus Esther Kinskys Sprache erwächst, und die Welt, die sie mit jedem neuen Spaziergang, mit jeder neuen Beobachtung entstehen lässt, können nicht hinwegtrösten über das, was der Erzählerin abhandengekommen ist, was sie in diese Randzone des Lebens gestoßen hat. Dass der Leser diesen schmerzvollen Wege durch den Osten Londons, entlang dem Ufer des River Lea, diese Versuche der Selbstvergewisserung im Unglück, wie ein Geschenk in Händen hält, mag eine beinahe unheimliche Kraft der Poesie offenbaren. Und dennoch ist diese Kraft, wie sie Esther Kinsky gegeben ist, ein großes Glück.“ (Wiebke Porombka, Deutschlandfunk)

„Herzbemannte Unruh überkommt einen bei der Lektüre dieser präzisen Mensch-Natur-Etüden. Esther Kinskys Roman stellt mit geduldiger Ausdauer alles in den Schatten, was zuletzt in deutscher Sprache erschienen ist. [...] ‚Am Fluß‘ ist ein demokratisches Buch, klug und weise und rührend schön, wie das Bild einer rätselhaften Landschaft, die sich ihrem Betrachter erst ganz stofflich als Textur, später dann als Text, noch später und nur für den, der weitergehen möchte, als Text über Texte verschlüsselt.“ (Katharina Teutsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

In Zusammenarbeit mit prolit.
Moderation: Petra Nagenkögel