ELISABETH REICHART

Elisabeth Reichart - © Alexander Golser
Elisabeth Reichart, geb. 1953 in Steyregg (OÖ); promovierte Historikerin; „Februarschatten“ (1984), „Sakkorausch“ (1994). Der Nationalsozialismus und sein Erbe sowie der Geschlechterkonflikt ziehen sich als Lebensthemen durch ihr Werk. Das Erinnerungsbuch „Die Voest-Kinder“ (2011) über Kindheit und Jugend in einer Voest-Werkssiedlung in den fünfziger und sechziger Jahren ist ein eindringliches, weit über den Mikrokosmos des Linzer Arbeitermilieus hinausweisendes Zeitdokument.



Die Voest-Kinder sind kein Buch ausschließlich für Lokalpatrioten. Die namenlose Familie aus Großmutter, Großvater, Mutter, Vater, Tochter und adoptiertem Sohn erhebt implizit den Anspruch, mehr als bloß ein Einzelschicksal zu sein. … Der Roman, und das macht ihn spannend, enthält viel Dichtung und viel Wahrheit. Die gelernte Historikerin Reichart hat über die Voest gründlich recherchiert und dann eine Geschichte geschrieben, aus der Historiker manches lernen könnten.“ (Helmut Sturm zu Die Voest-Kinder, www.literaturhaus.at)

„Die Überzeugungskraft des Buchs beruht – neben einer sehr schönen, suggestiven Sprache – auch auf der Authentizität des Erzählten. Die Besonderheit von Voest-Kinder besteht auch darin, dass Elisabeth Reichart nicht die äußere Geschichte einer Nachkriegskindheit erzählt, sondern auf spannende Weise darlegt, wie sich im Kopf des Kindes Erlebtes und Wahrgenommenes zum Weltbild formen.“ (Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten)