DANIEL WISSER

Daniel Wisser - (c) Anke Waelischmiller Fotoagentur Sven Simon










Geboren 1971 in Klagenfurt, lebt er heute als Schriftsteller und Musiker in Wien. 1994 war er Mitbegründer des „Ersten Wiener Heimorgelorchesters“, das bis heute mit Liedern wie Die Letten werden die Esten sein in der Tradition eines genuin österreichischen Sprachwitzes steht. 2003 erschien sein Debütroman Dopplergasse acht, es folgten die Romane STANDBY (2011), Ein weißer Elefant (2013) und der Erzählband Kein Wort für Blau (2016), alle im Klever Verlag. Seit Löwen in der Einöde (2017) ist Wisser Autor des Salzburger Jung und Jung Verlags.

Für seinen aktuellen Roman Königin der Berge (2018) wurde Daniel Wisser mit dem Johann-Beer-Literaturpreis und mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet. Zuvor hatte er als Unterstützung seiner schriftstellerischen Arbeit bereits ein Österreichisches Staatsstipendium für Literatur (2007), den Förderpreis des Landes Kärnten (2011) sowie Elias-Canetti-Stipendien der Stadt Wien (2013, 2015 und 2017) erhalten; 2011 nahm Wisser am Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt teil. Auf seiner Homepage www.danielwisser.net erscheint der Web-Roman UNDO oder Selbstgespräche im Zeitraumkäse.

„In der Gratwanderung zwischen todtraurigem Thema und fulminanten Sprachwitz entsteht hinter dem Rücken der Figur ein Plädoyer für das Leben.“ So begründete die Jury die Vergabe des Österreichischen Buchpreises an Daniel Wissers Königin der Berge. Robert Turin ist der Protagonist dieses Romans, er ringt mit der Diagnose Multiple Sklerose, begegnet ihr mit Verzweiflung und Humor – und denkt schonungslos über sein Ende, über das Sterben, über das Passieren der Schwelle zum Tod nach. Der Autor greift dabei, wie er in Interviews bekannt hat, auch auf eigene Erfahrung aus der Zeit seines Zivildienstes zurück.

Wissers Roman, so Rainer Moritz im Deutschlandfunk, „changiert auf elegante Weise zwischen schwarzgrauen und bunten Farben, besticht durch sprachliche Einfälle, wechselt geschickt Perspektiven und liefert brillante Dialoge“. Clemens J. Setz hat Königin der Berge in der Süddeutschen Zeitung als „einen der wirklich großen Romane der vergangenen Jahre“ bezeichnet: „Es ist der seltene Glücksfall einer tief bewegenden, aufwühlenden Geschichte, die ihre erzähltechnischen Innovationen nicht aus simpler Experimentierfreunde, sondern direkt aus der existenziellen Wucht der Situationen erzeugt.“