Neue Doppel-Intendanz für Rauriser Literaturtage
Für die Rauriser Literaturtage beginnt eine neue Epoche. Nach 22 Jahren mit der Autorin Brita Steinwendtner an der Spitze übernehmen zwei Literaturexperten die künstlerische Leitung ab 2013: Manfred Mittermayer und Ines Schütz. Diese seien ein ideales Duo, sagte Brita Steinwendtner in einer Pressekonferenz in Salzburg.
Mit gravierenden strukturellen oder inhaltlichen Änderungen ist vorerst allerdings nicht zu rechnen. Wie Schütz und Mittermayer am Mittwoch bei einem Pressegespräch erläuterten, müssten sie beide in die Rolle erst hineinwachsen. "Die Literaturtage funktionieren hervorragend, wir steigen in eine Erfolgsgeschichte ein und sind nicht als Krisenmanager geholt worden", sagte Mittermayer.
Ines Schütz (geb. 1974) ist Germanistin und Romanistin. Sie arbeitet seit 1995 im Salzburger Literaturhaus sowie seit 2007 als Deutsch- und Französisch-Lehrerin in einem Halleiner Gymnasium. Außerdem hat sich Schütz als Gestalterin von literarischen Radiosendungen, Literatur-Übersetzungen sowie als Kuratorin von Ausstellungen über Autoren wie H.C, Artmann, Walter Kappacher, Franz Kafka und Karl-Markus Gauß einen Namen gemacht.
Manfred Mittermayer (geb. 1959) ist Germanist und Anglist und lehrt an der Universität Salzburg. Mittermayer hat über Thomas Bernhard dissertiert und gilt als einer der profundesten Kenner des Autors. Zudem ist er Mitarbeiter des Ludwig Boltzmann Instituts und ab April Leiter des Salzburger Literaturarchivs. Beide neuen Intendanten der Rauriser Literaturtage verweisen auf eine Reihe von Publikationen zu literarischen Themen.
Brita Steinwendtner, die für die kommende Ausgabe des Festivals im März 2012 zum letzten Mal verantwortlich zeichnet, sagte, Rauris sei mittlerweile so komplex und vielseitig, dass die Arbeit für einen Leiter allein kaum zu schaffen sei. "Schütz und Mittermayer haben sich in vielen Gesprächen als Ideal-Besetzung herauskristallisiert. Für diesen Job muss man natürlich fachlich hervorragend qualifiziert sein. Von besonderer Bedeutung ist aber auch, dass man sowohl mit den Partnerorganisationen wie den Universitäten von Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt und Wien als auch mit dem ländlichen Umfeld von Rauris, mit dem die Literaturtage substanziell verwachsen sind, gut umgehen muss."
